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Ausschüsse für Wirtschaft und Kultur tagten

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Im Zeichen der Rübe

zuletzt aktualisiert: 10.10.2003 - 22:10

Ausschüsse für Wirtschaft und Kultur tagten (NGZ) In der Tat können zuweilen zwei Seelen in einer Brust schlagen - anders als bei Goethes Faust lassen sich die widersprüchlichen Empfindungen hin und wieder jedoch auch säuberlich voneinander trennen, ohne dass es den Beteiligten groß auffiele.

 

Recht eindrucksvoll wurde dies jetzt in Rommerskirchen bei den unmittelbar nacheinander tagenden Ausschüssen für Wirtschaft und Kultur vor Augen geführt. Einerseits soll in absehbarer Zeit bekanntlich die Skulptur einer 3,50 großen Zuckerrübe einen der örtlichen Kreisverkehre zieren und wird damit wohl geradezu ein Wahrzeichen der Gemeinde darstellen.

Andererseits reagieren manche Verantwortliche in Politik und Verwaltung zuweilen recht pikiert, wenn Außenstehenden zum Thema Rommerskirchen spontan nicht sehr viel mehr einfällt als halt eben die Landwirtschaft - der übrigens just in punkto Rüben in diesen Monaten eine rekordverdächtige Ernte ins Haus steht. Für lange Gesichter sorgte jetzt ein jüngst vom Rhein-Kreis Neuss produzierter Film, in dem neben den anderen Kommunen auch die Gemeinde Rommerskirchen in gewohnt einschlägiger Weise gewürdigt wird.

Elmar Deckert (Freie Bürger), der den Film kurz zuvor erstmals gesehen hatte, zeigte sich "enttäuscht", komme doch Rommerskirchen in dem Streifen eher spärlich und zudem ausschließlich unter den Gesichtspunkten "Landwirtschaft und Pferdezucht" vor. Demgegenüber strebe die Gemeinde mit der Entwicklung der Gewerbegebiete und ihrer Baulandpolitikeigentlich doch einen Imagewechsel an, meinte Deckert.

Auch Wirtschaftsbüro-Leiter Dr. Elmar Gasten sprühte in seiner Kurzrezension nicht eben vor Begeisterung: "Über den Film lässt sich lange streiten", räumte er ein. Seine Erklärung für die deutlich dokumentierten Präferenzen der Filmemacher: "Es ist schwer, Rommerskirchen als Zentrum des Zuckerrüben- und Weizenanbaus aus den Köpfen zu kriegen."

Was angesichts der tatsächlichen Gegebenheiten auch ein recht schwieriges Unterfangen wäre, zumal es selbst den für die Rommerskirchener Imagepflege Zuständigen nicht immer widerspruchsfrei gelingt. Hätte es eines Beweises hierfür bedurft, wurde er prompt nachgeliefert: Völlig verflogen war nämlich der Unmut über den Film, als es gleich anschließend im Kulturausschuss um den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Rüben-Skulptur ging.

Wie Dr. Michael von Hoesslin, der Vorsitzende des Kunst- und Kulturforums KuKuK, die Politiker informierte, ist die Finanzierung der monumentalen "Knolle" inzwischen so ziemlich gesichert: Neben 5.000 Euro, die der KuKuK aus eigenen - gebundenen - Mitteln bereit stelle, kommen noch einmal 5.000 Euro der Gemeinde hinzu, wobei zudem für einen Betrag von 18.500 Euro Zusagen von Sponsoren vorlägen, teilte der KuKuK-Vorsitzende mit.

Im Rahmen der Konzeption für die künstlerische Gestaltung von vier Kreisverkehren bahnen sich Dr. von Hoesslin zufolge auch bei der geplanten Skulptur Veränderungen an. Steinmetzmeister Rolf Dunkel, der mit der Erstellung des Kunstwerks betraut wurde, sei von einem ursprünglich streng naturalistischen Konzept mittlerweile mehr ins Abstrakte vorgestoßen, hieß es.

Ob der Prozess damit schon abgeschlossen ist, bleibt offen - Bürgermeister Albert Glöcker jedenfalls wusste zu berichten, dass demgegenüber den Landwirten die Skulptur gar nicht naturalistisch genug sein könne. Kurzum: Alles sieht danach aus, dass die Kunstdiskussion am Gillbach demnächst merklich an Lebendigkeit gewinnen dürfte. S. M.

 
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