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Neuer Zonser Schriftsteller : Sven Aveson

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Mit Elchkostüm ins Ikea-Bälleland

zuletzt aktualisiert: 29.07.2004 - 22:12

Neuer Zonser Schriftsteller : Sven Aveson (NGZ) Von Petra Schiffe

„Ich nehme alles nicht so wichtig, mich selbst erst recht nicht.“ Dieses Lebensmotto lässt nicht unbedingt auf einen gesellschaftskritischen Schriftsteller schließen, der den Menschen die Augen öffnen, ihnen seine Gedanken mitteilen will. So geht dem 25 Jahre alten Zonser Sven Aveson auch jeder missionarische Eifer ab.

 

„Ich will nicht die Welt verbessern, ich will meinen Spaß haben, und ich gebe mir Mühe, dass auch andere ihren Spaß haben“, sagt der Jungautor, der in einer Sammlung des Schriftsteller-Zirkels des Kunst- und Kulturkreises Rommerskirchen (Kukuk) kürzlich seine erste Kurzgeschichte veröffentlicht hat.

„Es gibt viele Leute, die halten mich einfach nur für wahnsinnig“, erklärt der gebürtige Rintelner, der erst nach Rommerskirchen und später nach Zons zog. Denn der 25-Jährige, der im richtigen Leben als Groß- und Außenhandelskaufmann bei dem Dormagener Unternehmen Universal Edelstahlzuschnitte verkauft, bringt nicht nur einen Teil der verrückten Ideen, die ihm im Kopf herumschwirren zu Papier.

Er setzt sie auch um. Gemeinsam mit seinen Freunden organisierte er ein Elchkostüm, zog es an und stürzte sich in das Bälle-Paradies bei Ikea. „Vielleicht finden manche Menschen das nicht lustig, wir haben uns köstlich amüsiert“, sagt er. Genau wie bei den Kaffee- und Lottofahrten, die Sven Aveson und seine Freunde mitmachten, oder bei einem Rennen mit einem umgebauten Bett. Ähnlich skurril sind auch die Geschichten des Zoners.

So schreibt er über einen Weihnachtsmann, der in der Lotterie gewonnen hat und das Geld ausgerechnet zur Weihnachtszeit für eine Kreuzfahrt ausgibt, oder über den Streit am Gartenzaun um einen Parkplatz. „Es sind Alltagsmärchen, die nicht für Kinder geschrieben sind und die manchmal hinter allen Verrücktheiten einen wahren Kern enthalten“, beschreibt der Hobby-Schriftsteller sein Werk.

Er selbst liest übrigens selten reine Unterhaltungsliteratur, sondern lieber Sachbücher und Biografien. Seinen Stil vergleicht er mit dem von Helge Schneider, „obwohl ich kein einziges Buch von ihm besitze“, betont Aveson. Dass er nicht so bekannt werden wird wie Schneider steht für den Autor allerdings fest, denn für seine weitere Karriere macht er sich keinerlei Illusionen:

„Natürlich werde ich von der Schreiberei nie leben können, das wird immer ein Hobby bleiben.“ Vor vier Jahren hat der Zonser begonnen, an einer Autobiografie zu schreiben. „Ob ich das je veröffentliche, weiß ich noch nicht“, sagt er. Dieses Projekt sieht er auch als Selbsttherapie. Seit 1998 leidet der junge Mann an Diabetes. Jetzt hält er fest, wie er sein Leben mit dieser Krankheit führt.

„Die Botschaft ist klar“, erklärt Sven Aveson. „Ich habe immer noch mächtig Spaß am Leben, so furchtbar ist diese Krankheit gar nicht, wenn man sie eben nicht so wichtig nimmt.“ Sven Aveson gestaltet Freitag ab 19 Uhr gemeinsam mit Mark Wills im Café am Rathaus in Rommerskirchen einen literarischen Abend unter dem Motto „Skurrile Geschichten mit Musik“.

 
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